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Das Erasmus+ Projekt

Erasmus+ Konsortialprojekt des Seminars Stuttgart
„Lernen von und für Europa“
(Learning from Europe – for the benefit of Europe“)

Kontext/Hintergrund des Projekts
Vor dem Hintergrund der 2017 im Land Baden-Württemberg eingeleiteten Qualitätsoffensive beschloss das Seminar Stuttgart, im Schuljahr 2018/19 ein Erasmus+ Konsortialprojekt aufzulegen, um den Seminarmitarbeiterinnen und -mitarbeitern, aber auch - im Sinne des Konsortialprojektes – Lehrkräften kooperierender Schulen zu ermöglichen, sich über die vom Land angebotenen Fortbildungen hinaus im europäischen Ausland weiterzubilden und so innovative Ansätze ins eigene System zurückzutragen und einzuspeisen.

Ziele
Da die Weichen sowohl auf institutioneller als auch auf unterrichtlicher Ebene und im Bereich der Digitalisierung neu gestellt werden, wurden sowohl Fortbildungen zum Thema Schulsystem und Schulorganisation als auch zu Unterrichtsmethodik, Digitalisierung sowie Net- und Teamworking besucht. Der Projekttitel „Lernen von und für Europa“ („Learning from Europe – for the benefit of Europe“) sollte widerspiegeln, dass die Teilnehmenden von unseren europäischen Nachbarn und im Austausch mit anderen europäischen Lehrkräften von Europa lernen, um das eigene System voranzubringen und damit auch wieder einen Betrag des eigenen Landes zu einem gut aufgestellten Europa zu leisten.

Anzahl und Profile der Teilnehmenden
Insgesamt nahmen wie geplant 13 Personen an 5-7-tägigen strukturierten Fortbildungen in Finnland, Estland, Irland, Italien, Spanien, Island, Griechenland und Kroatien teil. Die Teilnehmergruppe umfasste den Seminarleiter, einen Schulleiter, einen stellvertretenden Schulleiter, drei Bereichsleiterinnen des Seminars, Seminarlehrkräfte und rein schulische Lehrkräfte.

Beschreibung der Fortbildungsaktivitäten
Der Seminarleiter und eine Bereichsleiterin besuchten einen Kurs in Finnland/Estland mit dem Titel „Education in Finland and Estonia – Original Best Practices Benchmarking Course“ mit dem Fokus auf Organisations- und Schulentwicklung sowie Digitalisierung von Schulen auf organisatorischer und unterrichtlicher Ebene. Der Schulleiter sowie der stellvertretende Schulleiter nahmen an einer thematisch ähnlichen Fortbildung mit dem Titel „Structured Educational Visit to Schools/Institutes & Training Seminars in Iceland“ teil. Der Großteil der Teilnehmenden befasste sich mit dem Thema Digitalisierung in verschiedenen Facetten wie „ICT FOR TEACHING in Ireland: A practical course to incorporate Information Technology into Teaching (literacy, numeracy, science etc.“, „Digital game-based Learning“, „Photo & Video Making in our Classroom: Creating and Adapting Visual Resources“, „Technology and Media in Education“ und damit verbunden mit Unterrichtsmethodik mit digitalen Medien. Zwei Bereichsleiterinnen bildeten sich im Kurs „New Teachers for New Competences: Entrepreneurship, Networking, Communication“ im Bereich Personalentwicklung und Kommunikationsstrukturen fort.

Ergebnisse und Wirkung
Im Wesentlichen ermöglichten die besuchten Fortbildungen die Einblicknahme in andere Schulsysteme, Schulen und Unterrichtsgestaltung und ermöglichten so den Vergleich von Standards und Herangehensweisen. Sie regten, auch vor dem Hintergrund spezifischer gesellschaftlicher Situationen in den einzelnen Ländern, zum Nachdenken über Ziele, Werte und Schwerpunktsetzungen von Schule im eigenen Land an, ermöglichten Lernen durch Nachahmung, schufen aber auch kritisches Problembewusstsein und lösten insgesamt bei allen Teilnehmenden einen intensiven Reflexionsprozess und Innovationsbereitschaft aus. Darüber hinaus trugen die Fortbildungsaktivitäten zur Erweiterung der Fachkenntnisse und zum Austausch mit Kolleginnen und Kollegen auf europäischer Ebene bei und regten zur Anwendung, Erstellung und Erprobung von neuen Unterrichtskonzepten an. Durch Dissemination in verschiedenen Formen erfolgte an den jeweiligen Wirkungsstätten der Teilnehmenden im Kreise der Kolleginnen und Kollegen eine weitergehende Auseinandersetzung mit den Thematiken. Soweit möglich, wurden Informationen, Materialien und Ideen weitergegeben. Über die eigene weiterführende Berufsqualifikation hinaus haben alle Teilnehmenden den Austausch auf europäischer Ebene als motivierende Bereicherung zur Bewältigung ihres Berufsalltags erfahren. Da am Seminar darauf geachtet wurde, dass sowohl das gesamte Kollegium als auch die Fachbereiche, Arbeitsgruppen und Referendar/-innen über das Projekt und seine Inhalte informiert werden, erhofft sich die Projektleitung längerfristig auch auf breiterer Ebene mehr Öffnung in Richtung europäischer Kooperation und eine Wahrnehmung des Austauschs mit europäischen Nachbarn als eine Ressource für die eigene Horizonterweiterung.

Übersicht über die einzelnen Mobilitäten und Berichte

Reykjavik, Island

Helsinki, Finnland und Tallinn, Estland

Barcelona, Spanien

Florenz, Italien

Dublin, Irland

Split, Kroatien

Piräus, Griechenland

Stand:  10/2019

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