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Theaterpädagogik

Ausbildungsangebote - freiwillige Zusatzkurse  

1. Theaterpädagogik in der Schule
(Franz / Neugebauer / Winkle / Sonnenwald)

  
zu 1. Theaterpädagogik in der Schule
(Franz/ Neugebauer / Winkle / Sonnenwald):

Der Kurs, der 38 Schulstunden umfasst, reagiert auf die Einführung des neuen Faches Literatur und Theater an der gymnasialen Oberstufe, das seit September 2007 in der Pilotphase an verschiedenen Gymnasien des Landes unterrichtet wird. Die Ausbildung ist ein Grundstein für die Übernahme des Kurses Literatur und Theater an der Schule, wobei weitere Fortbildungen folgen müssen.
Der Kurs wendet sich an Referendare und Referendarinnen, die an Theaterarbeit mit Schülerinnen und Schülern interessiert sind und eine derartige Zusatzqualifikation erwerben möchten. Wir wollen sie dazu anleiten kompetent, zielstrebig, lustvoll und einfühlsam Theaterarbeit als pädagogisches und künstlerisches Mittel zu nutzen, moralische und ästhetische Werte zu vermitteln.

Organisation:
Wir arbeiten in Blockseminaren nach den Prüfungen (Mai-Juli), freitags und samstags.

Ausbildungsinhalte:

  •  Wahrnehmung und Interaktion
  • Körper - Rhythmus - Stimme
  • Raum - Zeit – Requisit
  • Arbeit an Rolle und Figur
  • Umgang mit Texten
  • Vor- und Nachbereitung einer Aufführung
  • Choreografische und chorische Formen
  • u.a.

Teilnehmerzahl: 15 -25 Personen



zu 2. Darstellendes Spiel als Interpretationsmethode im Deutschunterricht  
(Neugebauer, Sonnenwald)

Die Methode Darstellendes Spiel ist fest im Lehrplan verankert und hat in den neuen Lehrplänen sogar noch an Bedeutung gewonnen.
Es ist eine rein handlungs- und produktionsorientierte Methode, die literaturwissenschaftlich auf den rezeptionsästhetischen und kommunikations-theoretischen Ansätzen basiert.  Die Methode will Zugänge zum Text ermöglichen, die die Assoziationsräume und –welten, unterschiedliche Sicht- und Sehweisen der Rezipienten, sprich der Schüler und Schülerinnen, mit in die Textdeutung einbeziehen. Die Methode ist besonders für alle fiktionalen Textsorten geeignet, sie ist aber auch auf nicht-fiktionale Texte (z.B. Werbung, Zeitung) anwendbar, wobei für jede Textsorte andere methodische Bausteine zum Tragen kommen.
Das Darstellende Spiel hat nicht ein Illustrieren des vorgegebenen Textes zum Ziel, sondern will in die Zwischenräume und Bedeutungsräume des Textes einsteigen. Es geht also nicht um das Nachspielen eines im Text vorgegebenen Ablaufs, sondern um die Erschließung der im Text verborgenen Bilder und Räume.

Der Kurs umfasst 20 Unterrichtsstunden und findet möglichst bald nach dem Vorkurs statt, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Erarbeitete von Anfang an in ihrer Unterrichtspraxis einsetzen und erproben können.Wahrnehmungsübungen

  • Wahrnehmungsübungen
  • Ort- und Raumgestaltung
  • Erarbeitung von Beziehungsstrukturen (Status und Hierarchiewechsel)
  • Zeitgestaltung
  • Gestaltung von Metaphern
  • Verfremdungen mit Requisit und Kostüm


zu 3. Drama in Education - Dramapädagogik in der Fremdsprache

Im dramapädagogischen Fremdsprachenunterricht wird Sprache durch die Schaffung von möglichst authentischen Kommunikationssituationen ganzheitlich und handlungsorientiert erlebt und angewendet. Dabei geht es nicht um die schauspielerische Darstellung einer Figur. Zentral ist vielmehr die Bereitschaft, eine andere Perspektive einzunehmen, aus der Rolle heraus Handlungsmöglichkeiten auszuloten und zu erproben sowie über die gemachten Erfahrungen zu reflektieren. Die spielerische Herangehensweise unterstützt zudem den Abbau von Hemmungen beim Sprechen. Neben der Entwicklung der kommunikativen Fertigkeiten werden durch die Perspektivwechsel auch die Bildung von Empathie und die interkulturelle kommunikative Kompetenz gefördert.

Der Kurs umfasst 10 Unterrichtsstunden und findet zeitnah nach dem Vorkurs statt.

In diesem Kurs

  • führen die TN ein Rollenspiel durch und erstellen Kriterien für dessen Gelingen,
  • erproben und reflektieren die TN ein process drama für die Oberstufe,
  • lernen die TN ein Unterrichtsbeispiel zur dramapädagogischen Arbeit mit Lektüre in der Mittelstufe kennen,
  • wenden die TN dramapädagogische Methoden als Zugänge zu lyrischen Texten an,
  • planen die TN eine dramapädagogisch gestaltete Unterrichtssequenz.

 

zu 4.  KURS Auftrittskompetenz (Training zur Stärkung der Lehrerpersönlichkeit )
(Franz/ Neugebauer / Winkle / Heinke)

In diesem Kurs, der sich an Referendare und Referendarinnen aller Fächer wendet, ist es unser Ziel, Handlungsspielräume und Interaktionsmöglichkeiten der Unterrichtenden zu erweitern. Dafür arbeiten wir an Präsenz und Auftritt, an Atem, Stimme und Körper, an Statusmerkmalen u.a., sodass über das Erleben und Bewusstmachen verschiedenster Interaktionssituationen sowie die Reflexion von Selbst- und Fremdwahrnehmung Aktions- und Reaktionsfähigkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer insgesamt geschärft werden. Dafür bedienen wir uns spielerischer Übungen und Methoden aus der Theaterarbeit.
Eine Sitzung wird meistens in einem Stuttgarter Theater abgehalten.
Umfang: 20 Schulstunden an je 4 Nachmittagen. Für jeden im Januar beginnenden Referendarjahrgang werden mehrere inhaltlich identische Kurse (meist drei Kurse im Frühjahr, einer davon in Ellwangen, sowie ein weiterer im Herbst) angeboten.


Stand:  02/2020

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